
Ein Zeitungsartikel zur Eröffnung 1954
Im Inneren des Hauptgebäudes befinden sich die ehemaligen Kühlräume, Kühltunnel und das alte Teelager. Sie erstrecken sich vom Erdgeschoss, über mehrere Etagen, bis unter das Dach. Eine breite öffentliche Nutzung ist bisher aus finanziellen und baurechtlichen Gründen noch nicht möglich. Nur zum Tag des offenen Denkmals oder zu einer Führung habt ihr die Chance, einen Blick in die alten Hallen zu werfen.

Unter dem Dach mit Besucher:innen beim Tag des offenen Denkmals

Installative Performance von Noam Baitner // FIRST POSITION im Rahmen des Artist in Residence Programm “GO_IN_BETWEEN” in 2018 © Lorenz Kallenbach
In der noch jungen DDR wurden 14 Standard-Kühlhäuser im Auftrag des Ministeriums für Lebensmittelindustrie, zur Lagerung und Konservierung der Staatsreserve gebaut. Eines davon war das Kühlhaus in Görlitz. Das zentrale Entwurfsbüro Berlin lieferte 1953 die Pläne für den Bau. Neben dem fünfgeschossigen Kernkühlhaus entstehen damals auch ein technischer Bereich sowie ein Verwaltungs- und Sozialtrakt. Schon am 1. Juli 1954 wurde das Gebäude im Stadtteil Görlitz Weinhübel in Betrieb genommen. Für eine effektive Be- und Auslieferung wurde das zwei Hektar große Gelände an das Schienennetz angebunden.

Lebensmittel werden in die Kühlräume eingelagert // Aus dem Archiv von Frigolanda Dresdner Kühlhaus GmbH

Kältemaschinist 1981 am Werk // Aus dem Archiv von Ulrich Dörsing, einem ehemaligen Mitarbeiter
Das alte Teelager unter dem Dach ist mittlerweile leer. Da kann es schon mal vorkommen, dass sich Kreative hier inspirieren lassen. Wie schön es auf dem Dachboden klingt, hört ihr hier:
